Operationen
Jede Operation birgt Risiken, um diese möglichst gering zu halten, sind einige Hinweise zu beachten:

Bis auf wenige Ausnahmen (Nagetiere) müssen OP- Patienten 12 Stunden vor einer Narkose fasten, da ein voller Magen eine erhöhte Kreislaufbelastung mit sich bringt, und es beim Einleiten einer Narkose zu Erbrechen kommen kann. Wasser jedoch sollte auch noch kurz vor dem Eingriff angeboten werden.

Erbrechen gilt es zu verhindern, da es durch Einatmen von Mageninhalt zu einer Lungenerkrankung kommen kann. Am Tag vor dem Eingriff sollte das Tier körperlich geschont werden. Ein kleiner Spaziergang unmittelbar vor der Narkose ist hilfreich, um Darm und Blase zu entleeren.

Bei anstehenden Operationen wird ihr Tier vor Einleitung der Narkose gründlich klinisch untersucht. Bei Tieren, die älter als 5 Jahre sind, empfehlen wir einige Tage vor der OP eine Blutuntersuchung hier in der Praxis, um sicherzustellen, das die wichtigsten Organfunktionen gewährleistet sind. Das Ergebnis erhalten Sie i. d. R ca. 15 min nach der Blutentnahme.

Nach Legen eines Venenkatheters wir die Narkose mit einem Kurznarkotikum eingeleitet, wonach das Tier intubiert wird, um die Narkose durch ein gasförmiges Narkosemittel aufrecht zu erhalten.

Da in einer Narkose die Thermoregulation „abgeschaltet“ ist, wird ihr Tier auf einer isolierenden Unterlage gelagert und es wird ggf. Wärme in Form körperwarmer Infusionslösungen oder einer schlichten Wärmflasche zugeführt. Vorteil der so genannten Inhalationsnarkose ist ihre Steuerbarkeit. Während der OP ist es möglich, die Narkose z.B. während einer besonders schmerzhaften Phasen des Eingriffes zu vertiefen. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, die Narkosetiefe zum Ende eines Eingriffes angemessen zu verringern. Ca. 15 - 20 min. nach Beendigung des Eingriffes ist die von uns überwachte Aufwachphase vorüber und Ihr Tier kann wieder laufen.

Postoperative Schmerzen werden vorbeugend schon vor der OP durch Gabe eines Schmerzmittels behandelt. Je nach Art des Eingriffes wird bei Hunden evt. ein mehrtägiger Leinenzwang empfohlen. Der Kotabsatz kann durch Beeinflussung der Darmmotorik ein bis zwei Tage ausbleiben, Urinabsatz sollte jedoch spätestens am Tage nach der Operation erfolgen.


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